Wen die JournalisMuse küsst

Nur gut, dass ich weit davon entfernt bin, ein Journalist zu sein. Ich weiss ja noch nicht mal , ob es der wahre Journalismus oder die Ware Journalismus heisst.

Michael Konken, der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalistenverbands, zum Thema Qualitätsjournalismus

Blogs sind meines Erachtens nur in ganz wenigen Ausnahmefällen journalistische Erzeugnisse. Sie sind eher der Tummelplatz für Menschen, die zu feige sind, ihre Meinung frei und unter ihrem Namen zu veröffentlichen. Michael Konken, DJV (via visualtainment)

Eine andere Platitüde wäre: “richtige” Journalisten sind oft zu feige die Wahrheit zu schreiben, da gerade im Winter die Temperatur unter Brücken weit unter der von Redaktionen liegt, denn:

Pressefreiheit ist die Freiheit von zweihundert reichen Leuten, ihre Meinung zu verbreiten. Journalisten, die diese Meinung teilen, finden sie immer. Ich kenne in der Bundesrepublik keinen Kollegen, der sich oder seine Meinung verkauft hätte. Aber wer nun anders denkt, hat der nicht auch das Recht, seine Meinung auszudrücken? (Paul Sethe, 1965)

In ganz seichtes Fahrwasser kommt er besonders dann, wenn er die Spreu vom Weizen zu trennen sucht.

Das Internet ist eine Plattform auch für Schmierfinken ganz besonderer Art. Schmierfinken, die sich als Journalisten bezeichnen, die aber Persönlichkeitsrechte verletzen, sich nicht an unsere Postulate wie Wahrhaftigkeit, Objektivität, Vollständigkeit halten.

Wie wahrhaft und objektiv das Nachplappern von Pressemeldungen der Bertelsmann Stiftung ist, mag er selbst für sich beurteilen.

Egal was man über die Sinnhaftigkeit von privaten und semiprofessiionellen Blogs denkt, der Qualitätsjournalismus wird täglich erneut an anderer Stelle in Papier eingewickelt zu Grabe getragen.

Deutsche Terrorzelle” aus dem Iran gesteuert
In Deutschland ist es verbrecherisch leicht, Gerüchte in die Welt zu setzen, wie die folgende Geschichte zeigt, die sich leider wirklich ereignet hat. Grundlage dieses Phänomens sind die niedrigen professionellen Standards im deutschen Journalismus. Hat man erst einmal erreicht, dass über einer Meldung die drei Buchstaben “DPA” stehen, ist der Siegeszug des Gerüchts nicht mehr aufzuhalten.

Da wo man sich zum Büttel der bush-merkelschen Kriegstreiberpolitik machen lässt, sind mir sogar die Internet-Schmierfinken lieber.

Reden ist Silber, schreiben ist Gold.

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Autor: admin
Datum: Freitag, 16. November 2007 19:49
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