Tag-Archiv für » Drama «

Die Leidenschaft und das Klavier

Sonntag, 29. November 2009 11:32

Judith Davis

Judith Davis

Ihre große Leidenschaft war und ist das Klavierspielen, allerdings findet sich Marie (Judith Davis) nun ungewollt in einer seltsamen Situation wieder. Das Drama “Emma & Marie – Je te mangerais” erzählt eine Geschichte voller unerfüllter Romantik: Marie fühlt sich auf unerklärliche Weise zu ihrer Vermieterin und Schulfreundin Emma (Isild Le Besco) hingezogen und gleichzeitig von der selbstsicheren Frau eingeengt. Obwohl ihr Musikstudium zunehmend unter dem Gefühlschaos zu leiden beginnt, zieht es Marie immer weiter in eine Art auswegslose Lage, welche scheinbar nur katastrophal ausgehen kann.

Die Regisseurin und Autorin Sophie Laloy setzt mit dem Drama “Emma & Marie – Je te mangerais” und Judith Davis in der Hauptrolle ein Langfilmdebüt gekonnt in Szene. Ob die deutschen Kinobesucher dies genauso sehen, wird sich ab 3. Dezember heraus stellen.

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Nokan – Die Kunst des Ausklangs

Dienstag, 24. November 2009 9:01

Nokan - Die Kunst des Ausklangs

Nokan - Die Kunst des Ausklangs

Der Tod und die darauf folgende Verabschiedung ist ein religiöser Akt, der oftmals straffen Regeln und Vorschriften unterliegt. Aber selbst in Japan scheinen diese traditionsverwurzelten Institutionen zu bröckeln, weshalb sich nur noch wenige Unternehmen mit dem konventionellen Einbalsamieren auseinandersetzen und diese japanische Tradition praktizieren.

Eben dies ist aber das Berufsfeld von Sasaki, der von Tsutomu Yamazaki gespielt wird. Der Film beschreibt dessen Treffen mit Daigo (Masahiro Motoki), wder bei Sasaki eine Lehre beginnt und eigentlich Musiker ist. Da sich jedoch das Orchester, in dem Daigo ehemals gespielt hat, auflöste, suchte er nach einer Alternative und landete schließlich bei diesem Bestattungsunternehmen. Der Name des Films ist dabei “Nokan – Die Kunst des Ausklangs” und er konnte sich bei der Oscar Verleihung in der Kategorie bester fremdsprachiger Film unter anderem gegen die deutsche Produktion “Der Baader Meinhof Komplex” durchsetzen. Der gesamte Film ist unterm Strich sehr ruhig gehalten und wird nur gelegentlich durch Situationskomik aufgelockert.
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Helen – die Zermürbung der Seele

Sonntag, 22. November 2009 8:36

 Helen

Helen

Depressionen sind mehr als nur ein abstraktes Krankheitsbild, das alle, nur nicht einen selbst treffen kann. Es handelt sich hierbei um eine wahre Volkskrankheit, deren Ursachen ebenso vielfältig wie teils schwer rekonstruierbar sein können. Der Leidensdruck, den sich Depressive dabei tagtäglich stellen müssen, kann in gesundem Zustand wohl kaum nachvollzogen werden. Depressionen sind aber auch vor allem deshalb so zermürbend, da sich diese zunächst kaum wahrnehmbar äußern und entwickeln zu einem Meer der Trost- und Gleichgültigkeit. Als letzter Ausweg erscheint dann oft nur noch der eigene Tod, wie kürzlich beim Nationaltorwart Robert Enke geschehen. Trotz dieser eigentlich verwerflichen Handlung können wir dennoch Sympathie empfinden für Leidende dieser Krankheit.
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Das gelbe Segel

Samstag, 21. November 2009 10:00

Drei extreme Persönlichkeiten in einem Auto auf der Fahrt durch Louisiana

Drei extreme Persönlichkeiten in einem Auto auf der Fahrt durch Louisiana

Nach sechs Jahren im Gefängnis wird Brett (Oscar-Preisträger William Hurt) in die Freiheit entlassen. Auf dem Weg nach New Orleans trifft der schweigsame Mann in einem kleinen Ort auf die beiden Teenager Martine (Kristen Stewart) und Gordy (Eddie Redmayne), die Brett auf ihrer Reise durch die Weiten Louisianas in ihrem Cabrio mitnehmen. Während der gemeinsamen Fahrt entwickelt sich zwischen den drei völlig unterschiedlichen Charakteren mehr und mehr eine echte Freundschaft. Die beiden Teenager öffnen sich dem wesentlich älteren Brett, der immer mehr zur Vaterfigur wird.
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Almut Getto zeigt: Ganz nah bei dir

Dienstag, 10. November 2009 10:04

Katharina Schüttler als blinde Cellistin Lina

Katharina Schüttler als blinde Cellistin Lina

Ein neuer deutscher Film, der einfach Spaß macht! Inszeniert hat ihn die Regisseurin Almut Getto, die bekannt ist für spannende und emotionale Stories. So eine Geschichte war auch ihr Regiedebüt “Fickende Fische”, ein Coming-of-Age Drama, welches unter anderem den Deutschen Filmpreis für das beste Drehbuch erhielt. Seitdem hat man die Dame allerdings nicht mehr als Filmregisseurin gesehen – “Ganz nah bei dir” ist ihr zweiter Film.

“Der Ärger beginnt doch immer erst dann, wenn man den Kopf rausstreckt”, das ist eine der Weisheiten des Falschgeldexperten Phillip alias Bastian Trost. Er lebt jahrelang ein extrem einsames und aufgeräumtes Leben – zusammen mit seiner Schildkröte Paul. Menschenfeindlich geht er durchs Leben, die ganze Welt soll ihm am liebsten vom Halse bleiben. Bis er dann eines Tages Lina trifft, die von Katharina Schüttler gespielt wird. Eine blinde Cellistin, die ebenso wie Phillip ihren Platz in der Welt sucht.
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