Résiste – Aufstand der Praktikanten

Das Erstlingwerk “Resiste” von Jonas Grosch übermittelt eine Botschaft an die Wirtschaft, diese baut zu großen Teilen auf Praktikanten auf – “wehrt euch”!

Katharina Wackernagel

Katharina Wackernagel

Grosch trifft ein Thema, welches in der heutigen Gesellschaft allgegenwärtig ist. “Resiste – Aufstand der Praktikanten” spricht vielen Praktikanten aus der Seele. Diese müssen zumeist etliche Praktika absolvieren und Dumpinglöhne in Empfang nehmen, obwohl die so genannten Praktika an die Studierten die gleichen Arbeitsbedingungen wie bei einer Festanstellung bieten. Heutzutage sind die Aussichten so schlecht wie noch nie, trotz eines abgeschlossenen Studiums und guten Abschlüssen können viele Hochschulabsolventen keine Anstellung finden. Viele Ex-Studenten müssen ihre Bewerbungsmappen als Paket verschicken, da sich dort ihre Praktikums-Zeugnisse stapeln.

Der Protagonist von “Resiste – Aufstand der Praktikanten” ist Till, welcher von Hannes Wegener gespielt wird. Der Vorzeige-Mitarbeiter ist fleißig und daher wird ihm von seinem Arbeitgeber auch eine Verlängerung seines Praktikums angeboten. Doch Till ist frustriert und lehnt das Angebot ab, er möchte auf eigenen Beinen stehen und gründet daher auch seine eigene Firma. Das Unternehmen wird mit Hilfe von zwei seiner Freunde herauf gezogen, die Dienstleistung besteht aus etwas unseriösen Methoden. Till bietet die Erpressung von Arbeitgebern an, damit diese bessere Arbeitsbedingungen schaffen.

Nach dieser Firmengründung war es bereits abzusehen wie der weitere Verlauf ist, Till wird innerhalb kürzester Zeit selbst zu einem Unterjocher von Praktikanten. Die Geschäftsidee ruft zudem den Magnaten Magnum hervor, dieser steigt innerhalb kürzester Zeit zum Hauptaktionär des Unternehmens auf. Interessant erscheint das plötzliche Auftauchen von Tills Jugendliebe Sydelia, welche die Welt des Jungunternehmers auf den Kopf stellt. Hier lassen sich immer wieder Che-Guevara-Parolen und französischer Charme beobachten.

“Resiste – Aufstand der Praktikanten” baut immer wieder auf Stereotypen, Jonas Grosch kariert und stilisiert seine Charaktere. Allerdings übertreibt Grosch auch oftmals, die Handlung wird plump, die Charaktere versprühen keine Spannung. Außerdem sind auch die vielen tristen Stellen im Film sehr langweilig.

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Autor: admin
Datum: Mittwoch, 18. November 2009 10:14
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